Auf der Suche nach der Gegenwart
In
welcher Zeit leben wir? Wie verstehen wir die heutige Welt? Was ist an
uns? Was sind die Aufgaben der Gegenwart? – ›Was ist an der Zeit?‹
Als
Anreger, Eckpfeiler und Orientierungspunkte werden vier
Persönlichkeiten ihre Position zur Frage entwickeln. Initiativen werden
ihren Arbeits-ansatz im Kontext der Zeitlage vorstellen. Als Fundament
wird die Frage nach dem Zugang zur Wirklichkeit gestellt. Der
Wissenschaftsbegriff von Rudolf Steiner gibt den Ausgangspunkt für eine
Reihe eröffnender Beiträge.
Stefan Brotbeck

Schöpfung aus dem Nichts. Zeiträtsel ‹Ich›
Mittwoch 3. Oktober, 20 Uhr Abendvortrag in der Reihe ›Was ist an der Zeit?‹
Stefan
Brotbeck, geboren 1962 in Biel, studierte Philosophie, neuere deutsche
Literaturwissenschaft und Kunstgeschichte. Philosophielehrer; freier
Mitarbeiter von Radio DRS 2; Promotion 1995; Mitarbeit an der
Nietzsche-Edition Basel. Künstlerische Tätigkeit. 1997 bis 2002
Lehrauftrag für Philosophie an der Universität Basel. Seit 2002 freie
Forschungs- und und schriftstellerische Tätigkeit im Rahmen des
INITIUM. Lehr- und Beratungstätigkeit für Philosophie und
Anthroposophie. Veröffentlichungen: Über einige Bedingungen des
Unbedingten; Im Lichte des Anderen. Zum sozialen Ereignis der Sinne;
Dir gehört nur, was du geben kannst. Aphorismen; Zukunft. Aspekte eines
Rätsels.
Wohnhaft in Basel.
Thomas Brunner

Individuelle Handlungsfähigkeit –
Jenseits von Utopie und Politik
Freitag 5. Oktober, 20 Uhr Abendvortrag in der Reihe ›Was ist an der Zeit?‹
Samstag 6. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Samstag . Oktober, 17 Uhr in der Reihe ›Initiativen in der Zeit‹
Präsentation des Projektes Initiativkonto
Text i
Text ii
Thomas
Brunner, geboren 1965. Als Eurythmie-Lehrer an der Freien Waldorfschule
Cottbus tätig. Aufbau verschiedenster Projekte (u.a. /"Initiativkonto"
/im Rahmen der GLS-Bank, /Initiativraum für Kunst und Sozialgestaltung
// Kiel, /Atelier-Theater // Cottbus, /"Freie Sommeruniversität" //
Cottbus). Veröffentlichungen u.a.: Kunst & soziale Frage (1993) Die
Evolutionsreihe und die vier Temperamente - Skizze eines eurythmischen
Schulungsweges (1995) Erich Fromm und seine Sozialpsychologie /- in
ihrem Verhältnis zur Anthroposophie Rudolf Steiners/ (2000) Anmerkungen
zur allgemeinen Bildungskrise (2000) Der Clown der vier Temperamente -
Zum Tod von Frieder Nögge (16. Oktober 2001) Was kann Leitbildarbeit
für die Entwicklung der Waldorfschule bedeuten? (2001) Vom
EinweihungsCharakter der Liederzyklen Franz Schuberts (2002) Freiheit
und Liebe (2003) Kunst und Erkenntnistheorie (2004) Neuherausgabe (und
Vorwort): Paul Asmus, /Das Ich und das Ding an sich/
(1876 / 2004) Friedrich Schiller -- Die Kunst als Weg zur
menschenwürdigen Gesellschaft (2005) Abstraktion und soziale
Wirklichkeit (2006)
Joachim Daniel

Wahrheit und Macht –
Aristokratie und Demokratie im Erkenntnisleben
Samstag 6. Oktober, 20 Uhr Abendvortrag in der Reihe ›Was ist an der Zeit?‹
Joachim
Daniel geboren 1959 in Hannover, Waldorfschüler, Studium der
Altertumswissenschaft, Sprachwissenschaft und Philosophie,
Waldorflehrer für Latein und
Geschichte, Eurythmiestudium, Dozent
für Eurythmie an der Akademie für Eurythmische Kunst Dornach,
Mitarbeiter der Alexander Stiftung. Dramaturg am Goetheanum. Derzeit
freier Kulturwissenschaftler.
Lydia Fechner

Geisteswissenschaft als Haltung:
Distanz und Identifikation
Donnerstag 4. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Zur Frage "Was ist an der Zeit?": Es hat gar keinen Sinn, krampfhaft darüber nachzudenken, was an der Zeit ist. /Entweder die sorgfältigen Beobachtungen des Lebens bringen eine richtige Intuition hervor, oder nicht. /Diese ist aber nicht voraus zu erzwingen. Die Vorbereitung ist aber unbedingt notwendig: vorurteilsfreie /Beobachtung desjenigen, was mir im Leben vor Augen tritt.
Dr. Lydia Fechner, geb. 1970 in Trier. Studium der Germanistik, Philosophie und Anglistik in Trier und Tübingen, 1998 Promotion über Friedrich Hölderlins Briefwerk an der University of Sheffield (England). 1997-1998 Arbeit in der Württembergischen Landesbibliothek in Stuttgart. 1998-2006 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Friedrich von Hardenberg Institut, Heidelberg. Ab September 2007 Redaktionsmitglied der Kulturzeitschrift "Die Drei".
Christiane Haid

Grenzgänge und Horizonterweiterung –
Wissenschaft als Kunst
Freitag 5. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Christiane
Haid geboren 1965. Studium der Germanistik, Geschichte, Kunst. 1993 bis
2001 Forschungen zur Geschichte des anthrop. Kulturimpulses am
Hardenberg Institut, Heidelberg; 1994 bis 2001 Lehrtätigkeit im Fach
freier christlicher Religionsunterricht in Heidelberg; ab 1997
Aktivitäten im Bereich Malerei; 2001-2006 wiss. Mitarbeiterin der
Sektion für Schöne Wissenschaft; seit 2006 als Kulturwissenschaftlerin
in der Albert Steffen Stiftung tätig. Buchveröffentlichungen und
Aufsätze auf historischem und geisteswissenschaftlichem Gebiet.
Roland Halfen

Wenn
Anthroposophie mit der Steigerung der Wissenschaft zur Kunst beginnt,
wie soll das gehen, ohne dabei die Wissenschaft zu verlassen?
Freitag 5. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Geboren
1958 in Dortmund. Studium der Philosophie, Kunstgeschichte und
Archäologie in Freiburg/Br. und München. Magisterarbeit über den
Begriff der Anschauung bei I. H. Fichte. Promotion über das Verhältnis
von Kunst und Philosophie im Mittelalter (Chartres). Assistent von
Prof. Dr. Franco Volpi (Padua) am Institut für das Studium Fundamentale
der Universität Witten/Herdecke. Redaktionell verantwortliche Mitarbeit
am Großen Werklexikon der Philosophie. Dozent und Leiter des Studium
Generale an der Europa Akademie der Künste Isny / Allg. Seit 2002 am
Rudolf Steiner Archiv als Herausgeber des künstlerischen Werkes von
Rudolf Steiner. Daneben Autor von Publikationen im Bereich der
Kunstgeschichte (Chartres, 4 Bde.), Ästhetik und Gegenwartskunst.
In
Planung: Herausgabe von «Rudolf Steiner über seine Philosophie der
Freiheit» gemeinsam mit Thomas Kracht (Friedrich-Hardenberg-Institut
für Kulturwissenschaften Heidelberg) im Frühjahr 2008.
Benjamin Hohlmann / Valentin Vollmer
Johannes Kiersch

Wo ist Steiners Esoterik geblieben?
Esoterik wird besprechbar. Ein Klimawechsel in der akademischen Forschung und seine Folgen für die anthroposophische Praxis‹
Donnerstag 4. Oktober, 20 Uhr Abendvortrag in der Reihe ›Was ist an der Zeit?‹
Was sind 'in Begriffe des gewöhnlichen Bewusstseins umgesetzte geistige Wahrnehmungen'?
Samstag 6. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Als Statement zeigt Johannes Kiersch auf Platon:
›Die
Kenntnis dieser Dinge ist keineswegs mitteilbar wie die anderer
Lerngegenstände, sondern aus häufiger gemeinsamer Bemühung um die Sache
selbst und aus dem gemeinsamen Leben entsteht es plötzlich - wie ein
Licht, das von einem übergesprungenen Funken entfacht wurde - in der
Seele und nährt sich dann schon aus sich heraus weiter.‹
(7. Brief, 341 C5-D2, in der Übersetzung von Otto Apelt)
Johannes
Kiersch, geb.1935, Studium der Geschichte, der Anglistik und der
Pädagogik in Berlin und Tübingen, Waldorflehrer in Bochum. Seit 1973 am
Aufbau des Instituts für Waldorfpädagogik in Witten/Ruhr beteiligt. Für
einige Jahre Mitglied im Vorstand des Bundes der Freien Waldorfschulen.
Publikationen zur Anthroposophie und zur Waldorfpädagogik, zuletzt zur
Geschichte der Freien Hochschule für Geisteswissenschaft.
Walter Kugler

Samstag 6. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Dr.
Walter Kugler leitet das Rudolf Steiner Archiv und ist seit 1975 als
wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Herausgabe der Rudolf Steiner
Gesamtausgabe beteiligt. Zugleich Redakteur der Schriftenreihe
›Beiträge zur Rudolf Steiner Gesamtausgabe‹ und Autor zahlreicher
Publikationen zu Steiners Leben und Werk sowie in Zusammenarbeit mit
Museen weltweit als Ausstellungskurator für Steiners künstlerische
Arbeiten, insbesondere die Wandtafelzeichnungen, tätig.
Florian Lück

Donnerstag 4. Oktober, 17 Uhr in der Reihe ›Initiativen in der Zeit‹
Präsentation von Captura
Florian
Lück, 31 Jahre, Abitur, freie Jugendarbeit, Zivildienst, Ausbildung zum
Fotograf, Studienjahr in der Künstlersiedlung Weissenseifen, Studium am
Institut für Waldorf-Pädagogik Witten/Annen: Klassenlehrer, Studium im
Fachbereich ARV – Sozialkunst und - Theater-Pädagogik, Treuhänder im
eigenen Studienfonds, Mitinitiator von captura – Schule Zukunft Mensch
(www.captura-online.de) , freier Mitarbeiter bei projekt.zeitung
(www.projektzeitung.org), Projekt zur Trennung von Arbeit und Einkommen (www.flo-lueck.de).
Bodo v. Plato

Gelebtes, erzähltes, erinnertes Leben –
von der Wirklichkeit in der Zeit
Freitag 5. Oktober, 17 Uhr in der Reihe ›Initiativen in der Zeit‹
Präsentation der Forschungsstelle Kulturimpuls
Bodo
von Plato (*1958) studierte Geschichte, Philosophie und
Waldorfpädagogik in Deutschland, Österreich und Frankreich, schloss mit
einer Arbeit über die Geschichte der Anthroposophischen Gesellschaft ab
und wurde Oberstufenlehrer in Paris. Ab 1989 baute Bodo von Plato mit
Götz Deimann, Christoph Lindenberg und Karl-Martin Dietz die
Forschungsstelle Kulturimpuls in Heidelberg auf und leitete sie bis
2001. Er publizierte zu verschiedenen Aspekten der Geschichte der
Anthroposophie und zu anthroposophischen Fragestellungen. Seit 2001 ist
er Mitglied des Vorstands der Anthroposophischen Gesellschaft am
Goetheanum. In der Forschungsstelle ist er derzeit in der
Projektentwicklung- und beratung und in einem Seminar zur
Zeitgeschichte tätig. Bodo von Plato ist verheiratet und hat drei
Kinder.
Gottfried Stockmar

Schone die Freiheit der anderen und zeige deine eigene
Freitag 5. Oktober, 17 Uhr in der Reihe ›Initiativen in der Zeit‹
Präsentation des Projekts Hugoldsdorf
Gottfried
Stockmar, 1954; Heilpädagoge, Dozent am Waldorflehrerseminar und in der
Sozialtherapeutischen Ausbildung in Hamburg, Begründung einer Stiftung
für Freiheitswissenschaft, Mitarbeit in der Novalis Stiftung von 2001.
Robin Schmidt

Wissenschaft in der Du-Perspektive
Donnerstag 4. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Robin Schmidt (*1973) studierte Philosophie und Kulturgeschichte, danach Erziehungswissenschaft mit Soziologie und Psychologie in Heidelberg, Dornach und Freiburg/Br. Zwischen 1996 und 2000 diverse Studien- und Forschungsstipendien und in der internationalen Jugend- und Studentenarbeit am Goetheanum tätig. Abschluss mit einer Arbeit über Entstehung und Systematik des neuzeitlichen Entwicklungsbegiffs. Seit 2001 ist Robin Schmidt Geschäftsführer der Forschungsstelle Kulturimpuls, koordiniert und leitet die verschiedenen Projekte und arbeitet an eigenen Forschungsprojekten zur Entwicklung der Anthroposophie, derzeit an einer Publikation zur Geschichte der Anthroposophie in ihren kulturgeschichtlichen Kontexten. Robin Schmidt ist verheiratet und hat drei Söhne.
Renatus Ziegler

Aktualität und Ewigkeit –
Zum Verhältnis von Freiheit und Reinkarnation: ein philosophischer Versuch
Freitag 5. Oktober, 10 Uhr bei den Podien ›Wissenschaftsbegriff und Rudolf Steiner‹
Renatus
Ziegler, geb. in Basel 1955, Diplom in Mathematik und Theoretischer
Physik an der ETH Zürich, Promotion 1985 über geometrische Mechanik an
der Uni. Kassel. Tätigkeit in Forschung und Lehre in Mathematik,
Erkenntnislehre und ethischem Individualismus. Seit 2001 in der
komplementärmedizinischen Krebsforschung engagiert. Unterricht in
verschiedenen Seminarkursen zu Mathematik, Logik, Erkenntnislehre,
ethischer Individualismus und philosophischer Grundlegung der
Anthroposophie.

